
Die seit Juli 1957 erbaute "Neue Kaserne" in Pfullendorf wurde am 22. Juni 1959 vom neu aufgestellten Feldartilleriebataillon 101 bezogen. Am 1. Oktober 1960 etablierte sich das Raketenartilleriebataillon 102 als zweiter Verband in Pfullendorf. Ihm folgte im Dezember desselben Jahres der Stab des Artillerieregiments 19, dem beide Verbände unterstellt waren. Die "Neue Kaserne" wurde im Oktober 194 in Generaloberst-von-Fritsch-Kaserne umbenannt.
Einen großen Einschnitt für die Garnisonsstadt Pfullendorf gab es, als im Zuge der Umstrukturierung der Bundeswehr zunächst 1991 das Artillerieregiment 10 umgegliedert und dieses sodann 1997 nach nur sechsjährigem Bestehen wieder aufgelöst wurde. Für den Verbleibt der Bundeswehr in Pfullendorf sammelte eine Initiative „Pro Standort Pfullendorf“ in kurzer Zeit rund 4.600 Unterschriften. Aufatmen gab es, als die Verlegung der Internationalen Fernspähschule von Weingarten nach Pfullendorf bekanntgegeben wurde und sodann bis Juli 1997 Fernspäher aus neun Nationen nach Pfullendorf kamen. 2003 wurde die Internationale Fernspähschule in „Ausbildungszentrum Spezielle Operationen“ umbenannt und umgegliedert.
Aktuell sind in Pfullendorf das Ausbildungszentrum Spezielle Operationen, ein Gefechtsübungssimulationssystem SIRA-Btl, die Fernspählehrkompanie 200, ein Kraftfahrausbildungszentrum sowie das für die Verwaltung des Standortes zuständige Serviceteam Pfullendorf beheimatet. Das Ausbildungszentrum Spezielle Operationen ist eine in Europa einzigartige Einrichtung mit neun Mitgliedsstaaten, deren Streitkräfte in Pfullendorf Spezial- und Spezialisierte Kräfte ausbilden.